Kräuterkunde

Alternative Tiermedizin beschäftigt sich auch mit der Kräuterkunde. Das Pferd hat den Vorteil, sich in der freien Wildbahn instinktiv mit den Kräutern versorgen zu können, die der Körper gerade benötigt.
In der modernen Pferdefütterung oder auf unseren heutigen Weiden findet man nur noch wenig natürliche Heilkräuter.
Deshalb ist eine gezielte Ergänzung in Problemfällen oft sinnvoll. Dauergaben von Kräuterprodukten sind allerdings nicht zu empfehlen.

Aber auch in der Fütterung von Hunden und Katzen kann die gezielte Ergänzung bestimmter Kräuter sinnvoll sein.

Die beliebtesten Kräuter zur Futterergänzung sind:

  • Anis: krampflösend, schleimlösend, verdauungsfördernd
  • Artischocke: leberschützend, enthält Bitterstoffe für Verdauung
  • Birkenblätter: blutreinigend, harntreibend, bei Fellwechsel
  • Brombeerblätter: entzündungshemmend, harntreibend, blutreinigend, bei Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen
  • Echinacea: stärkt das Immunsystem
  • Eibisch: schleimlösend, auswurffördernd, bei Bronchitis
  • Eichenrinde: entzündungshemmend, stopfend bei Durchfall
  • Fenchel: krampflösend, schleimlösend, entzündungshemmend
  • Flohsamenschalen: für Darmsanierung
  • Ginkgoblätter: aktivieren Stoffwechsel, bei Durchblutungsstörungen
  • Huflattich: auswurffördernd, entzündungshemmend, reizmildernd, bei Erkältungen
  • Mariendistel: bei Leberproblemen, zur Entgiftung
  • Rosskastanienblätter: fördern Durchblutung und Verdauung
  • Schwarzkümmel: verbessert das Immunsystem, gut für die Haut
  • Spitzwegerich: antiseptisch, entzündungshemmend, krampflösend, bei Infektionen (ACHTUNG: es gibt Pferde, die keinen Spitzwegerich vertragen!)
  • Süßholzwurzel: entzündungshemmend, krampflösend, auswurffördernd, bei Erkältungen
  • Walnussblätter: aktiviert Stoffwechsel, blutreinigend, bei Ekzemen

Vor eigenmächtigen Behandlungen ohne fachkundige Anleitung durch einen Tierarzt oder Futtermittelberater möchte ich ausdrücklich warnen! Jedes dieser Kräuter muß bestimmungsgemäß aufgearbeitet und verabreicht werden, sonst sind Nebenwirkungen, Überdosierungen bis hin zu Giftwirkungen die Folge.